Tipp: Wissen öffnet die Augen

Man sieht nur, was man kennt. Nur wer den Buchfinken vom Rotkehlchen unterscheiden kann, wird die beiden Vögel öfter im Freien antreffen.

Oberflächenvergrösserung

Die Oberfläche des Gehirns ist viel grösser als der Schädel. Damit es trotzdem in der Knochenschale Platz findet, ist es zusammengeknüllt wie ein Taschentuch. Von aussen ist diese vergrösserte Oberfläche als Gehirnwindungen zu erkennen. Das Grosshirn überdeckt fast alle anderen Teile des Gehirns.

4 Gehirnlappen

Zur besseren Orientierung wird das Grosshirn in je 4 Zonen eingeteilt: Stirnlappen, Scheitellappen, Schläfenlappen und Hinterhauptslappen. Man kann das Grosshirn auch in funktionelle Areale unterteilen.

Links und Rechts

Von oben sieht man sehr gut, dass das Grosshirn in eine linke und eine rechte Hälfte geteilt ist. Die beiden haben unterschiedliche Aufgaben und stehen durch den Balken (in der untersten Abbildung rot) miteinandander in Verbindung. Der Balken ist ein Bündel von Nervenfasern, die man sich wie sehr viele dünne Elektrokabel vorstellen kann. Man sieht sie nur, wenn man das Gehirn der länge nach durchschneidet.

Mikroskopisch unterscheidet man die gräuliche Rinde (Cortex), die vor allem aus Nervenzellen besteht und das darunter liegende hellere Nervengeflecht, das die einzelnen Grosshirnareale untereinander verbindet. Sie sind es, die uns das Denken, Fühlen, Handeln, Reagieren und Assoziieren möglich machen.

Aufgaben des Grosshirns

  • Kontakt mit der Aussenwelt: Das Grosshirn ist der Sitz der bewussten Wahrnehmung. Informationen aus den Sinnesorganen werden wahrgenommen und verarbeitet. Daraufhin werden als Reaktion Befehle an die Muskulatur geschickt.
  • Abstraktes Denken und Schlussfolgerungen ziehen, Nachdenken über soziales Verhalten und ethische Themen.
  • Sprechen und Lesen: Sprache verstehen und selber produzieren.
  • Sitz des Gedächtnis