Tipp: Organisation von Lernstoff

Das Gehirn ordnet den Lernstoff automatisch in Kategorien ein: Nach Sinn oder Klang oder Aussehen. Wenn etwas auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt, so sucht man sich einen: Man könnte zum Beispiel Wörter, die sich reimen zu einer Gruppe machen oder Wörter, die den gleichen Anfangsbuchstaben haben. So machen wir uns laufend neue Assoziationen, die das Lernen erleichtern. Sorgen Sie dafür, dass ihre Lernassoziationen möglichst einprägsam sind.

Und: Lernen Sie vernetzt: Eine Information prägt sich besser ein, wenn man sie mit mehreren Assoziationen verbindet - oder bildlich gesprochen: an verschiedenen Orten ins Wissensnetz einflicht.

So arbeitet der praefrontale Cortex

Nervenzellen sind spezialisiert: Gewisse werden aktiv, wenn sie etwas Helles sehen, andere bei etwas Rotem. Wieder andere melden sich, wenn sie die Tonhöhe f wahrnehmen oder wenn man sich an einem bestimmten Ort befindet.

Im Frontalhirn laufen nun alle Informationen zusammen und es werden Verknüpfungen gemacht. Wenn etwas braunes, schnelles vorbeisaust, und dabei bellende Geräusche macht, schliesst das Frontalhirn auf einen Hund.

Wahrnehmung ist die Summe von verschiedenen Inputs, die aufgrund von Erfahrung ausgewertet werden. Je nach persönlicher Erfahrung und je nach Interesse kann die gleiche Situation anders wahrgenommen werden.

Der Hippocampus lernt Orte

Das Lernen von Orten ist besonders gut untersucht: So weiss man zum Beispiel, dass bei Londoner Taxifahrern, die sich im komplizierten Strassennetz der britischen Hauptstadt zurechtfinden müssen, der Hippocampus stärker ausgeprägt ist, als bei Vergleichspersonen.

Dabei ist nicht klar, ob bei Taxifahrern der Hippocampus wächst, weil er beonders beansprucht wird, oder ob Menschen mit grossem Hippocampus ein besseres Ortsgedächtnis haben und darum als Taxifahrer besonders erfolgreich sind.